19 Einhaltpaare zur Jubiläumskirchweih

24.10.2018

40 Jahre Zechgemeinschaft Neukenroth bescherten den Neukenrother Zecher eine Rekordbeteiligung bei den Einhaltpaaren. Bei Kaiserwetter konnten ganz junge, jüngere und schon erfahrene Zecherinnen und Zecher die Jubiläumskirchweih bereichern.

Nach dem großen Jubiläum beim Oberfränkischen Gautrachtentag setzten die Neukenrother Zecher mit der Einhaltkirchweih einen weiteren Höhepunkt. Alt und Jung erinnerten an die erste gemeinsame Kirchweih im Jahr 1978, wo man nach 25 Jahren auf Initiative der Freiwilligen Feuerwehr wieder die Einhaltkirchweih zum Leben erweckte.

Am Freitag hatte man noch den Baum geschält und geschliffen sowie den Kranz gebunden, damit er am Samstag früh zum Dorfplatz gebracht werden konnte. Mit 26 Metern ragt er nun als Wahrzeichen für die Kerwa bis zur Nachkirchweih in den Neukenrother Himmel.

Am Sonntag waren es 19 Einhaltpaare mit ihren drei Kellnern, besetzt mit ganz neuen Paaren, Paaren die schon vor einigen Jahren eingehalten hatten und Paaren aus dem Gründerjahr, die zur Kerwa einluden. So war es in diesem Jahr mit Rita Köhn und Hans-Michael Schneider ein Paar aus dem Jahr 1978, das als „Öschta“ die Kirchweih anführten. Bei der Ansprache am Plan konnte beide auch die Erfahrungen dieser Jahre darlegen. Selbst Ehrenvorstand Edmund Sprenger und die Vorsitzende Bettina Rubel hatte es sich nicht nehmen lassen bei der Jubiläumskirchweih als Einhalter dabei zu sein. Bürgermeister und Schirmherr Rainer Detsch, der auch für den anwesenden Landrat Klaus Löffler die Grußworte mit übernahm, lobte die intakte Dorfgemeinschaft und die vielen Aktivitäten des Volkstrachtenvereins. Nicht umsonst wurde auch die Vorsitzende Bettina Rubel erst kürzlich mit der Ehrenmedaille des Landkreises ausgezeichnet. Brauchtum leben, Sitt‘ und Tracht erhalten, dieses Ziel ist bei den Neukenrother Trachtlern nie verloren gegangen. Die Kinder und Jugendlichen im Verein sind der Stolz und die Zukunft.

Es war schon ein stattliches Bild, als die 19 Paare unter den Klängen der Bläsergruppe des Volkstrachtenvereins am Plan eintrafen. „Wer hodd Kerwa, miä hom Kerwa“, so klang es immer wieder. Das Tanzpodium, das selten so viele Tänzer auf einmal tragen musste, hielt dem Hüpfen der Einhaltpaare jedoch statt. Vor den „Kerwatänzen“ auf dem Podium durften aber die kleinsten Zecherinnen und Zecher ihr Können beweisen. Sie wurden mit großen Applaus für ihre Darbietungen belohnt. Die Kirchweihgäste wurden dann zu Walzer, Rheinländer und Polka auf das Podium eingeladen.

Bereits am Vormittag hatte Pfarrer Michael Dinkel bei der festlichen Messe die Bedeutung des Gotteshauses dargelegt und die Weihe der Kirche, die Kalendarisch nicht nachvollziehbar ist, anhand des Weiheablaufes erklärt. Der Festgottesdienst wurde musikalisch von der Gesangsgruppe des Volkstrachtenvereins untermalt. Pfarrer Dinkel unterstrich in seiner Predigt auch die Wertigkeit der Vereine für die Gemeinschaft.

Am Kirchweihmontag wird beim Wettstreit der Überraschungen nicht nur die große Tombola, sondern auch der Kirchweihbaum verlost. Mit dem Hahnenschlag wird dann der Endspurt der Kirchweih in den Neukenrother Gaststätten eingeläutet. Dann wird die Kerwa eingegraben bis es im nächsten Jahr in Neukenroth wieder heißt, „Wer hodd Kerwa?“.


Schon die kleinsten Zecherinnen und Zecher beweisen am Plan ihre Können.


19 Einhaltpaare mit 3 Kellnern bedeuteten bei der Jubiläumskirchweih in Neukenroth Rekordbeteiligung. Bürgermeister Rainer Detsch und Landrat Klaus Löffler (rechts) zeigten sich beeindruckt. 

Text und Bilder: Joachim Beez, Zechgemeinschaft Neukenroth

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