Aus einem zarten Pflänzchen wurde ein Starker Baum

Meldung vom 20.03.2019

In diesem Jahr blickt die Waldbesitzervereinigung Kronach-Rothenkirchen auf ihr 50jähriges Bestehen zurück. In dem halben Jahrhundert hat sich diese Interessengemeinschaft beachtlich entwickelt. Aus 36 Waldbesitzern im Gründungsjahr sind aktuell 1500 Mitglieder geworden.

BBV-Kreisobmann Michael Lang aus Wolfersdorf, der erste Vorsitzende, sah schon damals eine rasante Entwicklung voraus. Sein Wunsch, aus einem zarten Pflänzchen solle ein starker Baum werden, ging in relativ kurzer Zeit in Erfüllung. Michael Lang, der spätere Stockheimer Bürgermeister, hatte gewichtige Argumente zur Hand, denn den Waldbesitzern boten sich große Vorteile bei einem Zusammenschluss. Schützenhilfe kam damals von den  Oberforstmeistern Guggemos und Etterer.

Den Gründungsvorstand im Jahre 1969 bildeten neben Michael Lang, zweiter Vorsitzender Hermann Körner, Teuschnitz, 1. Geschäftsführer Josef Springer, Kronach, 2. Geschäftsführer Wolfgang Ruß, Forstamt Rothenkirchen, Rechnungsführer Berthold Raab, Teuschnitz, sowie die Beisitzer Georg Bär, Kathragrub, und Franz Heil aus Fischbach.

Innerhalb kürzester Zeit nahm die Mitgliederzahl gewaltig zu. Bereits zwei Wochen nach der Gründung zählte man 75 Interessenten. 1992 konnte dann das 1000. Mitglied in der Jahresversammlung begrüßt werden. Vorsitzender Michael Lang zeichnete zusammen mit den anderen Führungskräften über Jahrzehnte hinaus für die überaus positive Entwicklung verantwortlich.

Relativ schnell erkannten die Waldbesitzer die Vorteile dieser Organisation. Angefangen von der Pflanzenbestellung und dem gemeinsamen Bezug von Verbiss-Schutzmitteln, über Sammelanträge für die Bezuschussung von Durchforstungsmaßnahmen oder Beihilfen bei Kalamitäten bis zur Vermarktung von Schwach- und Starkholz ist die Waldbesitzervereinigung für ihre Mitglieder immer der richtige Ansprechpartner bis heute geblieben.

Auch bei der Schädlingsbekämpfung wie 1994 beim Einsatz gegen die Fichtengespinstblattwespe – zeichneten sich deutliche Vorteile für die Mitglieder ab. Den größten Teil der Kosten übernahm der Staat. In den fünf Jahrzehnten seit Gründung erwies sich die WBV als zuverlässiger Dienstleister für Waldbesitzer.

Insbesondere die heftigen Orkane der vergangenen Jahre, wie beispielsweise Kyrill, Wiebke und Lothar, hinterließen bei den Waldbesitzern große Sorgenfalten. Binnen Minuten ist so manches Erbe einer ganzen Generation zerstört worden. Die Sturmtiefs sorgten dafür, dass in den letzten Jahren in Bayern mehr Holz geschlagen werden musste als nötig. Hinzu kommen die immensen Schäden durch den Borkenkäfer. So manches Waldstück ist keine Sparkasse mehr. Vor allem gehe es um die Zukunft der Wälder, die das Klima stabilisieren, so die Mitglieder, für die die Waldbesitzervereinigung eine starke Gemeinschaft bildet. 

Die Vorstandschaft im Jahre 2019: 1. Vorsitzender Georg Konrad, 2. Vorsitzender Markus Wich, Rechnungsführer Hans-Ullrich Müller, Schriftführer Friedwald Schedel, Revisoren Heinrich Bauersachs, Andreas Martin und Christian Nickel. Beisitzer sind Georg Scherbel, Klaus Dressel und Christian Zapf. Die Geschäftsführer sind Wolfgang Schirmer, Tobias Wicklein und Christin Müller-Lisa. Voraussichtlich am 10. November 2019 findet die Jubiläumsfeier anlasslich des 50jährigen Bestehens statt.

Michael Lang aus Wolfersdorf war 1969 Gründungsvorsitzender der WBV Kronach-Rothenkirchen.

 

Verstärkt bemüht sich die Waldbesitzervereinigung Kronach-Rothenkirchen um Mischwald. Schließlich geht es um die Zukunft der Wälder, die das Klima stabilisieren.

Text und Fotos: Gerd Fleischmann  

   

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