Corona Virus verhilft zu Ideen - Gabi Weber näht Gesichtsmasken

Meldung vom 08.04.2020

Corona Virus verhilft zu Ideen. Daheim bleiben ist die große Herausforderung. Gabi Weber aus Stockheim nutzt diese Zeit um anderen Menschen zu helfen. Freilich, sie gibt zu, nicht alleine auf diese gute Idee gekommen zu sein. Vielmehr verhalf Bürgermeister Rainer Detsch zum Nachdenken und Helfen. Das Gemeindeoberhaupt der Bergwerksgemeinde Stockheim rief bei der Änderungsschneiderin an, ob sie kurzfristig aushelfen könne. Er möchte seine Gemeindemitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung und im Bauhof aber auch diejenigen die ihren Dienst an Kindergärten und der Schulen für die Aufrechterhaltung einer Notbetreuung nachgehen, zu einen zusätzlichen Schutz durch Nasen- und Mundmasken verhelfen. Ich möchte auch noch mit der Feuerwehr kontaktieren inwieweit dort Bedarf besteht, sagt Detsch. Er sieht jetzt die Zeit zum Handeln. Gabi Weber brauchte nicht lange um über die Bitte des Bürgermeisters nachzudenken und sagte ja natürlich will ich helfen. Aber woher nehme ich das richtige Material? War ihre Frage. Auch dafür hatte der Rathauschef doch tatsächlich eine Idee. Er nahm die hilfsbereite Schneiderin mit zur Materialbeschaffung. Stoff, Halteband und Gummi mussten ausgesucht werden. Und sofort stellte die Änderungsschneiderin ihre Nähmaschine um, auf die Herstellung von Nasen- und Mundmasken. Doch während der Abholung der ersten Exemplare stellte Gabi Weber den Bürgermeister erneut vor das Problem der Materialbeschaffung. Sie zeigt ihn, dass der Vorrat nicht lange ausreichen werde. Auch dafür weiß der Bürgermeister einen Rat. Ich werde das Material besorgen, sagt er mit sicherer Stimme. Er will sich für diese soziale Aktion der Solidarität einsetzen und seine Beziehungen walten lassen. Er denkt auch das gelingt wieder. Der Bürgermeister will nicht länger warten und in seiner Gemeinde zumindest teilweise den Leuten einen Virenschutz bieten die ständig in Kontakt mit anderen sein müssen. Er ist sich im Klaren, dass es im momentanen Stadium keinen optimalen Schutz gibt, aber ein kleiner Schutz ist immer noch wesentlich besser als gar keiner, weshalb er jeden dankbar ist der mithilft so wie Gabi Weber dies spontan tut. Dabei weist er darauf hin, dass dieser Stoff waschbar und mehrfach verwendbar ist. Es handelt sich um hohen Tragekomfort. Die Gesichtsmasken verhindern Berührungen an Mund und Nase mit den Händen und verhindern die Übertragung von Tröpfchen beim Nießen und Husten auf gegenüber sitzende oder stehende Menschen. Allerdings sind diese Gesichtsmasken nicht medizinisch zertifiziert. Aber es ist Zeit zum Handeln. Auch im Rathaus gibt es neben Infektionsmittel auch für die Besucher Gesichtsmasken die nach dem Rathausbesuch  mit nach Hause genommen werden dürfen. Die ersten Exemplare holte der Bürgermeister am vergangenen Donnerstag selbst ab. Er fuhr auch gleich mit einer Kleinlieferung zum Katholischen Kindergarten St. Wolfgang, wo ihn Kindergartenleiterin Claudia Baumann herzlich empfing. Aus Schutzgründen wurde die Lieferung allerdings nur über ein Fenster gereicht, dem Gemeindeoberhaupt blieb der Zutritt untersagt. Auch eine vor dem Eingang angebrachte Holzbarriere weist darauf hin „Bitte Abstand halten!“ Die Freude und der Dank über diese erste Lieferung waren groß. Nun hofft der Bürgermeister, dass weiteres Material schnell beschaffbar ist und Gabi Weber ihre Nähmaschine noch lange für den guten Zweck rattern lässt.                         

Bürgermeister Rainer Detsch schaut Gabi Weber bei der Herstellung der Nasen- und Mundmasken zum Schutz gegen das Coronavirus über die Schulter. Eine erste Maske probierte er vor Ort gleich aus.

Auch um die erste Lieferung an den Kindergarten St. Wolfgang Stockheim kümmerte sich der Rathauschef persönlich. Kindergartenleiterin Claudia Baumann nahm die Schutzmasken durch das Fenster dankbar entgegen.

Text und Fotos: K.- H. Hofmann

 

 

 

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