Umbeseilungsmaßnahme an der Leitung Redwitz – Remptendorf

Meldung vom 10.08.2020

Aufgrund verschiedener Anfragen hat die Firma Tennet folgende Informationen bereitgestellt:

Die Leitungsverbindung zwischen Bayern und Thüringen ist eine der wichtigsten Versorgungsstrecken im Übertragungsnetz zwischen Ost- und Süddeutschland. Derzeit komme es jedoch immer wieder zu Überlastungssituationen. Um diese zu reduzieren, soll die Leitung künftig witterungsunabhängig betrieben werden. Hierzu müssen auf der gesamten Leitungsstrecke neue Leiterseile aufgezogen werden. Diese Maßnahme dient nicht nur der Versorgungssicherheit in Bayern, sondern auch der deutlichen Reduzierung von so genannten Redispatchkosten.

Die Umbeseilungsmaßnahmen wurden im Rahmen eines Anzeigeverfahrens im April 2020 von der Regierung von Oberfranken genehmigt. Die Arbeiten entlang der Leitung finden in diesem Jahr seit Mai statt und werden bis Oktober 2020 andauern. In den Sommermonaten 2021 werden diese Arbeiten dann fortgesetzt und abgeschlossen.

Reduzierung der Geräuschemissionen:

An der maximalen Übertragungskapazität der Leitung oder an der verwendeten Spannungsebene ändert sich dabei nichts. Durch die neuen Leiterseile und deren Anordnung lässt sich sogar eine Verbesserung erreichen: Die Geräuschimmissionen werden reduziert. In Einzelfällen müssen für die Umbeseilung bestehende Maste und deren Fundamente aus statischen Gründen verstärkt werden. Dabei bleibt die Mastdimension (Höhe und Breite) jedoch unverändert. 

Deutliche Unterschreitung der Grenzwerte für elektrische und magnetische Felder:

Zur Begrenzung der elektrischen und magnetischen Felder sind auch nach dieser Umbeseilung die Grenzwerte der 26. BImSchV zu beachten:

für die elektrische Feldstärke gelten 5 kV/m
für die magnetische Flussdichte gelten 100 μT

Laut dem eingereichten Immissionsbericht ergeben sich bei einem Abstand von 20 m zum äußeren Leiterseil (minimaler Bodenabstand von 8 m) folgende maximalen Werte:

für die elektrische Feldstärke: 0,9 kV/m
für die magnetische Flussdichte: 12,2 μT

Damit werden die Grenzwerte an Wohngebäuden und bebauten Grundstücke deutlich unterschritten.

Geräuschbelästigung bei Kaltenbrunn während der Arbeiten vor Ort:

In der vergangenen Woche erreichten die Tennet Hinweise über Geräuschbelästigungen im Bereich Kaltenbrunn, die in Zusammenhang mit den derzeit laufenden Arbeiten vor Ort zusammenhängen. Letzte Woche wurden die Feldbündelabstandshalter im Abschnitt zwischen Mast 30 und Mast 37 ausgefahren und die Seile ausgeklemmt. Kaltenbrunn liegt genau bei Mast 31.

Durch stärkeren Wind kann es sein, dass die Leiter aneinander schwingen und peitschenartigen Geräusche entstehen. Diese Woche werden auf diesem Leitungsabschnitt die neuen Seile aufgezogen. Leider müssen diese nochmals mindestens zwei Wochen aushängen, bevor sie reguliert, eingeklemmt und die Feldabstandshalter wieder eingefahren werden können. 

Insofern hofft die Tennet in den nächsten Tagen und Wochen auf nicht allzu windiges Wetter, andernfalls kann sie leider keine Gegenmaßnahmen ergreifen. Sobald die neuen Leiterseile wieder eingeklemmt sind, sind die Geräusche auch bei Wind wieder weg und wie oben ausgeführt werden die Geräuschemissionen der neuen Leiterseile deutlich leiser. 

Die Tennet bittet um Verständnis, dass im Zusammenhang mit den Umbaumaßnahmen jedoch der Technik Grenzen gesetzt sind und man von der Wetterlage mit abhängig ist. Die Tennet versichert, dass sie ihr Bestes gibt, dass die Arbeiten vor Ort ohne Verzögerungen durchgeführt werden, um die Beeinträchtigungen für die Anwohner auf ein Mindestmaß und eine Mindestdauer reduzieren zu können.

 

 

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